5.300 Hinterbliebene erhielten 2019 eine Rentenabfindung

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haka6
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Registriert: Fr 28. Aug 2015, 23:06

5.300 Hinterbliebene erhielten 2019 eine Rentenabfindung

Beitrag von haka6 »

Wer nach dem Tod des Ehepartners erneut heiratet, bekommt wegen des Wegfalls der Witwen- oder Witwerrente eine Starthilfe.
Bad Homburg (sth). Der Tod des Ehepartners ist für die betroffenen Hinterbliebenen ein äußerst schmerzhafter Einschnitt – dem nicht selten ein Leben als alleinstehende Witwe oder Witwer folgt, das bis zum eigenen Tod reicht. Im Jahr 2019 erhielten nach aktuellen Angaben der Deutschen Rentenversicherung knapp 257.000 Frauen wegen des Todes ihres Mannes erstmals eine Witwenrente, mehr als 76.000 Männer bekamen erstmals eine Witwerrente überwiesen.

Einige Tausend Hinterbliebene pro Jahr wollen sich mit einem dauerhaften Alleinsein aber nicht abfinden. Wenn sie sich – meist Jahre nach dem Tod des Ex-Partners – für einen Neuanfang "zu zweit" entscheiden, können sie auch auf die finanzielle Hilfe der Rentenversicherung zählen. Denn in diesem Fall erhalten sie 24 Monatsrenten (= zwei Jahresrenten) als Abfindung und "Starthilfe" für die neue Ehe gezahlt. Im Jahr 2019 nutzten der Rentenversicherung zufolge genau 5.318 Witwen und Witwer die Möglichkeit der Rentenabfindung – jeweils etwa zur Hälfte Frauen und Männer.
Und so errechnet sich die Rentenabfindung (Beispiel):

Rentner Hermann L. ist im November 2018 gestorben. Seine Witwe Maria L. erhielt seit Dezember 2018 eine (große) Witwenrente. Im Mai 2020 hat Maria L. erneut geheiratet. Dadurch endete Ende Mai 2020 auch ihr Anspruch auf Witwenrente. In den zwölf Monaten davor – also von Juni 2019 bis Mai 2020 – erhielt Maria L. durchschnittlich 650 Euro Witwenrente. Ihre Rentenabfindung betrug demnach 15.600 Euro (= 650 Euro x 24 Monate).

Rente / 09.10.2020
Mehr zum Thema: DRV-Broschüre zu Hinterbliebenenrenten (und Rentenabfindung)
aus: Ihre-Vorsorge.de
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