Ein Gedicht, das mir Kraft gibt

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ellimic
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Ein Gedicht, das mir Kraft gibt

Beitrag von ellimic »

von ellimic » Sonntag 16. April 2017, 07:53
Heute, am Ostermorgen, begegnete mir ein Gedicht, dass ich in einer Zeit kennen lernte,als es mir sehr schlecht ging. Ich saß in einem Seminar für Verwitwete und die Leiterin hatte verschiedene Texte mitgebracht.
Na ja. Unlustig begann ich zu lesen. Doch dann berührte mich ein Gedicht so, dass ich beinahe weinte: „Manchmal stehen wir auf/Stehen wir zur Auferstehung auf/Mitten am Tage/...“

Immer wieder aufzustehen ist unsere Aufgabe. Wenn wir es schaffen, mit Hoffnung, mit Neugierde auf das Kommende, mit Sympathie für diese Welt aufzustehen, ist das unsere eigene Auferstehung.
So verstehe ich diese Zeilen, die mich so berührt haben und die ich mir seither immer mal wieder vorsage. Und wenn ich es vergesse, an meine eigene Auferstehung zu glauben, dann ist es der Zufall, der mich wieder zu diesem Gedicht führt. Wie an diesem Ostermorgen.

Das Gedicht ist übrigens von Marie Luise Kaschnitz, heißt „Auferstehung“ und man kann es hier nachlesen: http://www.lyrikwelt.de/gedichte/kaschnitzg1.htm

Ich wünsche euch ein Ostern mit Glaube an die Auferstehung.
Ellen
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